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Willkommen bei der Fachstelle für Suchtfragen des Kantons Schwyz

Die Fachstelle für Suchtfragen ist eine öffentliche Beratungsstelle.
Sie steht allen Interessierten für Auskünfte, Beratung und Therapie offen.
Die Fachstelle ist eine Abteilung des Sozialpsychiatrischen Dienstes des Kantons Schwyz an den Standorten Lachen, Einsiedeln, und Goldau. Sie ist mit PsychotherapeutInnen besetzt und in die medizinischen Strukturen des Sozialpsychiatrischen Dienstes eingebunden.

Das Wesen der Sucht
Sucht kommt nicht von suchen, sondern von siechen – leiden an einer Krankheit. Wer süchtig ist leidet. In erster Linie daran, die Kontrolle über sein Verhalten verloren zu haben, etwas immer und immer wieder tun zu müssen, obwohl die negativen Begleiterscheinungen immer offensichtlicher werden und das soziale Umfeld in Mit-Leidenschaft gezogen wird. Die „Fähigkeit“ zur Sucht ist bei uns Menschen in den Hirnstrukturen angelegt. Ein evolutionär sinnvolles Belohnungssystem motiviert uns, Tätigkeiten, die lustvoll sind  und oft überlebenswichtigen Bedürfnissen dienen zu wiederholen. Alle Säugetiere weisen diese spezifischen Orientierungs- und Entscheidungshilfen auf. Entgleist dieses System, so entsteht schädigendes süchtiges Verhalten. Dieses kann beispielsweise ohne viel Aufwand bei Laborratten induziert werden. Beim Menschen braucht es eine verlockende Substanz (z.B. eine psychoaktive Droge, wie Alkohol, Heroin etc)  oder Betätigungsmöglichkeit (z.B: Geldspiele) sowie ein Lebensumfeld bzw. eine persönliche Veranlagung, die eine Aktivierung des Belohnungssystems auf natürlichem Weg erschwert, und schon ist Gefahr im Verzug: Ein sich selbst verstärkender Teufelskreis etabliert sich. Das Belohnungssystem programmiert sich selbst und das Suchtverhalten dominiert andere Interessen immer mehr. Ein Ausweg ohne Hilfe von aussen ist oft kaum mehr möglich.

Was wir anbieten
Wir bieten Standortbestimmungn und Beratungen für Suchtgefährdete, Suchtbetroffene, Angehörige und das soziale Umfeld an und führen ambulante Suchttherapien durch. Die Kosten werden von den Krankenkassen übernommen und wir unterstehen der ärztlichen Schweigepflicht. Die spezifischen Angebote sind in den Abschnitten zu den verschiedenen Suchtformen einzeln umschrieben.